Letzten Samstag fuhren der Wikinger und ich den Kobold und den Zwerg in den Urlaub. Die beiden fuhren zum ersten Mal mit den 3 Hexen-Omas "so richtig alleine" in die Ferien ans Meer in die Normandie. (Das heißt so ganz nebenbei, zwei Wochen Ferien ohne Kinder für uns, youhouuuuuu!) Auf der Rückfahrt nach Hause fuhren wir wenige Kilometer am Mont Saint Michel vorbei. Zu dumm dort keinen Abstecher zu machen, dachten wir. Und so entführte mich der Wikinger und erfüllte mir einen langjährigen Traum (und einen Punkt meiner 100-Things-to-do-Liste).
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| Von weitem schon kann man den 170 Meter großen Mont Saint Michel sehen |
Das letzte Mal als ich den Mont sah, war ich wohl ein Kind und damals konnte man noch fast bis zum Fuss des Pilgerortes bei Ebbe fahren. Aber mein Vater meinte, wir hätten keine Zeit, ihn zu besichtigen und wir fuhren frustriert davon. Seit ein Paar Jahren wird in der Bucht des Mont Saint Michels ziemlich viel arrangiert, damit der Mont wieder zu einer Halbinsel wird: der Damm wurde wesentlich verbessert, die Bucht ausgesandet, die Polder wurden verstärkt, und die 20.000 Touristen die dort im Sommer täglich heranströmen müssen auf dem Festland parken und entweder 2 kleine Kilometer wandern (man muss sich seinen Mont schließlich verdienen!) oder mit kostenlosen Shuttlebussen oder Pferdekutschen hin und her pendeln.
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| Pferdeshuttle zum Mont |
Mit dem Wikinger hatten wir beschlossen, durch die Bucht auf der ganz neuen Stegbrücke zu pilgern und so die frische Meeresluft zu schnuppern. Auf der parallelen Strecke konnte man dann die restlichen Touristen wie Sardinen in der Büchse in den Shuttlebussen vorbei düsen sehen. Was mich erstaunt hat, war, das trotz grauen Wetters der Mont doch bedeutend viele Besucher hatte. Und das auch zur Mittagszeit.
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| Der Wanderweg auf dem neuen Damm |
Je näher man dem Mont kommt, umso beeindruckender scheint er. Wie in aller Welt hat man im Mittelalter es geschafft, so ein Meisterwerk zu bauen?
Mit dem Wikinger sind wir dann 2 Stunden lang durch die mittelalterlichen Gässchen spazieren gegangen und manche Ausblicke auf die Bucht an ruhigeren Stellen genießen können. Überall verschnörkelte Wege und versteckte Treppen. Wir haben aber weder die Basilika noch eines der 4 Museen besichtigt, da es erstens Schweineteuer war (eine Firma bewirtschaftet quasi im Monopol alle Geschäfte, Restaurants, Museen und Hotels des Monts), zweitens, wir uns eine halbe Stunde Warteschlange nicht antun wollten, da es drittens nur so von hauptsächlich asiatischen Touristen gewimmelt hat.
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| Der Stadtplan des Monts |
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| Ausblick auf die Bucht bei Ebbe |
Das Ambiente auf dem Mont ist schon einzigartig, wenn ich doch schon etwas enttäuscht war. Die vielen Souvenirläden geben der Halbinsel doch ein Disneylandaspekt, was ich nicht mehr so authentisch macht. Alle Schilder haben japanische Übersetzungen und es trifft vor Kitsch. Hilfe!!! Und die Preise sind alle so Schweineteuer. Zur Angabe: eine Zuckerwaffel 4,50 €, eine Nacht in einem der Hotels 275 €, 2 Stunden Parkplatz 6,90 €. über zwei Stunden ist es dann der Tagestarif zu 12,90 €. *würg*
Wir sind also einfach nur herumgeschlendert und ganz bequem wieder nach Hause gefahren, wo die wilden Hundis ungeduldig auf uns gewartet haben. Es war aber trotzdem ein schöner Tag mit meinem Allerliebsten, der uns auch gezeigt hat,wie sehr wir doch auch gedankenmässig miteinander verbunden sind. Und das ist einfach nur schön!






















